Eine Geschichte aus Delhi, Indien

Hupen, Schieben und Rufen begleitet meinen letzten Spaziergang durch die voll gestopfte Basarstraße. Während ich äußerlich entspannt und lässig den Trubel begrüße, fliegen meine Gedanken Lupings unter der Schädeldecke. Gestern, heute und morgen wirbeln wie in gasförmigem Zustand durcheinander.

Gase rieche ich jetzt auch. Beim Einbiegen in die enge Seitenstraße bin ich mal wieder voll in die Kuhscheiße getreten. Am ersten Laden wird mir Chai angeboten. Ich halte den heißen Becher zwischen zwei Fingern während ich mit dem Schuh an der Hauswand entlang schabe. Kaum einer trägt hier in dieser Hitze geschlossene Schuhe, doch die traumwandlerische Sicherheit mit der ich die irdischen Zeugnisse dieser heiligen Geschöpfe ansteuere zwingt mich dazu.

Die schmale Gasse ist ein autarker Mikrokosmos.

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